Prostatakrebs ist die häufigste Tumorerkrankung bei Männern. Eine Früherkennung mittels Bluttest ist möglich - aber umstritten.

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) will die hitzige Debatte auf ihrer Jahrestagung beruhigen.
Jährlich sterben rund 11.000 Männer in Deutschland an Prostatakrebs. Und auch für diesen Krebs gilt: Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Doch bis heute gibt es für die Früherkennung keine verlässliche Methode. Die Tastuntersuchung ist zu unempfindlich, und der "PSA-Wert" zu unspezifisch. Er führt häufig zu Fehlalarmen. Nur eine Gewebe-Entnahme kann letztlich Aufschluss bringen.
Von Massentests wie in den USA, wo jährlich rund 30 Millionen Männer auf PSA getestet werden, wollen deutsche Mediziner nichts wissen. Sie setzen auf die sogenannte "aktive Überwachung". Bei einer Biopsie, einer Gewebeprobe, wird die Art des Tumors festgestellt. Ergänzend dazu kommt der PSA-Test.

Diese Thesen werden auf dem DGU-Kongress 2013 diskutiert. u.a. mit Prof.Dr. Wirth, Uniklinik Dresden und Prof. Dr. M. Stöckle, UKS Homburg.

Sendung des Bayerischen Rundfunks vom 26.092013