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Hyperthermie

Bei der Hyperthermie (Hitzebehandlung) werden die Krebszellen einer Erwärmung von über 42°C ausgesetzt. Dadurch sollen die Krebszellen geschwächt oder abgetötet werden. Derzeit gibt es aber keine ausreichend gesicherten Nachweise über die Wirksamkeit dieses Verfahrens.

Die Hyperthermie wird in der ärztlichen Leitlinie daher nicht empfohlen.

 

Kryotherapie

Im Gegensatz zur Hyperthermie arbeitet die Kryotherapie mit dem gezielten Einsatz von Kälte, um die Krebszellen zu zerstören. Es gibt auch hier keine ausreichend gesicherten wissenschaftlichen Nachweise für die Wirksamkeit der Kryotherapie bei Prostatakrebs. Die´Risiken von Nebenwirkungen (Inkontinenz und Impotenz) sind relativ hoch.

Die Kryotherapie wird in der ärztlichen Leitlinie daher nicht empfohlen.

 

HIFU

HIFU ist die Abkürzung für Hochintensiver fokussierter Ultraschall. Dabei werden sehr stark konzentrierte Ultraschallwellen gezielt auf das Tumorgewebe gelenkt mit dem Ziel, durch die entstehende Wärme die Krebszellen zu zerstören.

Eine HIFU-Behandlung ist besonders dann in Erwägung zu ziehen, wenn eine radikale Therapie (Alter, Begleiterkrankungen, OP – Fähigkeit, wenig aggressiver Tumor) nicht angezeigt ist oder seitens des Patienten nicht gewünscht wird. Auch bei einem Wiederauftreten von Prostatakrebs nach Operation, Bestrahlung oder Hormonbehandlung kann HIFU angewandt werden.

 

Ablauf der Behandlung

Vor der HIFU-Behandlung wird meist eine Ausschabung der Prostata (transurethrale Resektion der Prostata, TUR-P) durchgeführt, um das Behandlungsgebiet zu verkleinern und um eine postoperative Obstruktionssymptomatik zu vermeiden. Die HIFU-Behandlung findet unter Teilnarkose statt und dauert zwischen einer und drei Stunden.

HifuWährend der Behandlung liegt der Patient gut gepolstert mit angewinkelten Beinen auf der rechten Körperseite. Vom After aus wird eine Ultraschallsonde in den Enddarm eingeführt. Diese Sonde liefert dem Urologen die Informationen, die er zur Planung des Eingriffs benötigt. Anschließend wird mit derselben Sonde die eigentliche Behandlung durchgeführt. Die HIFU Technologie (hochintensiv fokussierter Ultraschall) nutzt gebündelte Ultraschallwellen, die über eine Art Hohlspiegel fokussiert werden, um thermische Energie zu bündeln. Die Wirkungsweise ähnelt der eines Vergrößerungsglases, mit dem Sonnenstrahlen gebündelt werden, um ein Loch in ein Blatt Papier zu brennen. Am millimeterfeinen Brennpunkt, dem Tumor, entstehen Temperaturen von rund 90 Grad Celsius. Diese Temperatur reicht aus, um das Gewebe im Körper punktgenau zu verbrennen. Mit einer Genauigkeit von weniger als einem Millimeter Abweichung wird eine große Anzahl von Ultraschallauslösungen durchgeführt. Natürlich soll durch die Wärme der Darm nicht geschädigt werden. Um dies zu verhindern wird die Sonde gekühlt.

© Urologie, Uni-Klinik Heidelberg

Etwa fünf Stunden nach dem Eingriff kann der Patient schon laufen. Nach Hause kommen die Patienten nach drei bis fünf Tagen.

 

Krankenkassenleistung

Die Behandlung mit HIFU- Ablatherm® ist von den gesetzlichen Krankenkassen als Leistung anerkannt. Alle entstehenden Kosten sind durch die Leistungen sowohl der gesetzlichen als auch der privaten Krankenkassen gedeckt.

(Quelle)

 

Nebenwirkungen:

Die Risiken von Nebenwirkungen (Darmverletzungen, Harninkontinenz, Impotenz [50%]) werden unterschiedlich angegeben. Auch für die Wirksamkeit von HIFU beim lokal begrenzten Prostatakarzinom gibt es bislang keine ausreichend gesicherten wissenschaftlichen Nachweise. Die Methode wird deshalb von der ärztlichen Leitlinie für den routinemäßigen Einsatz nicht empfohlen.

 


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