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Eine medikamentöse Kastration ...

  • hat die gleichen Wirkungen (und Nebenwirkungen, siehe unten) wie die operative.
  • Sie ist aber nicht endgültig und deshalb vielleicht psychisch weniger belastend.
  • Allerdings ist damit eine dauerhafte Medikamenteneinnahme verbunden.

Hormontherapie Lhrh Analoga

LHRH (Luteinisierendes-Hormon-Releasing-Hormon) kommt natürlich im Körper vor und steuert über die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) die Produktion von Testosteron in den Hoden. (Zum Teil wird auch der Name GnRH1 (Gonadotropin Releasing-Hormon-1) verwandt.) Das natürliche LHRH-Hormon wird schubweise gebildet und veranlasst die Hirnanhangsdrüse das LH (Luteiniserendes Hormon [lat.: luteus = gelb; gelbfärbendes H.]) zu bilden; dieses regt die Produktion des Testosteron in den Hoden an.

Für die Therapie wird ein gleich wirkender Stoff ("Analogon"; Mehrzahl: "Analoga") künstlich hergestellt (Leuprorelin, Goserelin, Triptorelin, Buserelin) und ersetzt in der Therapie das natürliche LHRH (daher "LHRH-Agonist"). Die LHRH-Analoga werden allerdings dauerhaft gegeben; so schalten sie die Hypophyse aus, so dass sie kein LH mehr liefern kann, wodurch schließlich in den Hoden kein Testosteron mehr hergestellt werden kann.

Die Testosteronspiegel im Blut liegen dadurch auf einem sehr niedrigen Niveau, dem sogenannten Kastrationsniveau (< 50 ng/dl). Nach Absetzen der LHRH-Agonisten kommt die Testosteronproduktion bei den meisten Männern wieder in Gang.

 

Im Gegensatz zum operativen Eingriff kann diese chemische Kastration wieder rückgängig gemacht werden und deshalb vielleicht psychisch weniger belastend.

 

LHRH-Agonisten, © Takeda-Pharma - prostata.de

LHRH-Agonisten gibt es als Depotspritzen für ein, zwei, drei oder sogar sechs Monate, d.h., es wäre nur zweimal pro Jahr eine Injektion unter die Haut notwendig. Die Dauer der Wirkung aller Depotspritzenarten ist ausreichend untersucht und der Wirkstoff wird über den ganzen angegebenen Zeitraum gleichmäßig freigesetzt. Es gibt verschiedene Darreichungsformen der LHRH-Agonisten wie z.B. flüssige Suspensionen oder Feststoffstäbchen, die jedoch alle dieselbe Wirksamkeit besitzen, sich aber bei der Dicke der zu verwendenden Injektionsnadel unterscheiden. So kann eine Suspension mit einer dünneren Nadel gespritzt werden als ein Implantat.

 


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