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Das männliche Sexualhormon Testosteron ...

sorgt dafür, dass Prostatazellen schneller wachsen und sich vermehren, insbesondere Prostatakrebszellen. Wird der Testosteronspiegel gesenkt oder seine Wirkung blockiert, verlangsamt sich deren Wachstum und nur noch wenige teilen sich. Durch die Gabe von Medikamenten oder durch eine Operation kann die Testosteronbildung im Körper unterdrückt werden.

Die Hormonblockade wirkt nicht nur auf den Tumor in der Prostata wachstumshemmend, sondern auch auf mögliche Metastasen.

 

Hormonblockade ...

als Behandlungsmöglichkeit für die fortgeschrittenen Stadien des Prostatakarzinoms

  • für das lokal fortgeschrittene Prostatakarzinom, wenn Sie sich wegen Ihres Alters, Ihrer körperlichen Verfassung oder wegen der Nebenwirkungen gegen eine kurative Behandlung (Bestrahlung oder Operation) entscheiden;
  • für das lymphknotenpositive Prostatakarzinom;
  • für ein Prostatakarzinom mit Metastasen in Knochen oder anderen Organen.

 

Beginn der Therapie:

Wann die Hormontherapie einsetzen soll, etwa schon,wenn die Krankheit nach Operation oder Strahlentherapie fortschreitet (PSA-Anstieg), oder erst verzögert, ist noch nicht endgültig geklärt. Ein niedriger PSA-Wert oder ein langsamer PSA-Anstieg spricht für ein Abwarten, weil bis dahin dem Betroffenen die Nebenwirkungen erspart bleiben und kein Risiko besteht, dass der Krankheitsverlauf dadurch negativ beeinflusst wird. Steigt der PSA-Wert schnell an (PSAVZ < 3 Monate), zeigt das eine rasche Ausbreitung des Tumors an. Hier bietet es sich an, früher mit der Hormonbehandlung zu beginnen; ebenso bei PSA-Werten über 50.

 

Operative Kastration

Die Orchiektomie ist ein endgültiger Eingriff."Sie hat die Größe einer Kastanie..."

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LHRH-Analoga

LHRH-Analoga wirken wie eine chemische Kastration, aber nicht endgültig.

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Antiandrogene.

... sorgen dafür, dass das Testosteron in den Tumorzellen nicht wirksam werden kann.

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Adjuvante Hormontherapie

... kann die Wirksamkeit der Bestrahlung erhöhen.

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Hormontherapie Optionen

Optionen der Hormontherapie © www.urologielehrbuch.de

 

Nach einigen Jahren entstehen Tumorzellen, die auch hormonunabhängig wachsen können. Das ist nach durchschnittlich zwei Jahren der Fall, ist aber von Mann zu Mann sehr unterschiedlich. Dann ist der Tumor mit einem Hormonentzug allein nicht mehr zu kontrollieren und der nächste Schritt im Behandlungsablauf kann erforderlich werden (siehe: Chemotherapie“).

 

Nebenwirkungen

Die Hormone steuern in einem komplizierten Zusammenwirken viele Vorgänge im Körper. Wird ihr Gleichgewicht gestört, wirkt sich das vielfältig aus. In Folge der Hormonmanipulationen kann es unter anderem zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Antriebsschwäche;
  • Hitzewallungen;
  • Osteoporose;
  • Verlust des sexuellen Interesses (Libido) und der Potenz;
  • Muskelabbau;
  • Zunahme des Körperfetts;
  • Blutarmut;
  • Brustschmerz und Brustvergrößerung.

 

Diese Nebenwirkungen treten unterschiedlich stark bei einem überwiegenden Teil der Patienten auf. So lange ein Tumor, auch ein metastasierter, keine Beschwerden macht, ist der Nutzen eines Hormonentzugs nicht eindeutig belegt: Das Fortschreiten des Tumorwachstums wird länger hinausgezögert, aber ein Überlebensvorteil ist für einen frühzeitigen Hormonentzug nicht nachgewiesen. Ob das für Sie die zu erwartenden Nebenwirkungen rechtfertigt, müssen Sie nach Beratung mit Ihrem Arzt entscheiden. Die ärztliche Leitlinie empfiehlt den Hormonentzug, wenn der Tumor Beschwerden verursacht. Wenn keine Beschwerden bestehen, kann er angeboten werden, ist aber nicht unbedingt angezeigt.

 

Eine alleinige Hormontherapie kommt für Sie in Frage, wenn ...

  • Sie aus Altersgründen das Operations- oder Bestrahlungsrisiko scheuen;
  • Ihre körperliche Verfassung eine Operation oder Bestrahlung nicht sinnvoll erscheinen lässt;
  • Sie im Rahmen des langfristigen Beobachtens Folgen der Erkrankung lindern wollen;
  • Ihr Tumor bereits gestreut hat.

 


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