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Ein Prostatakrebs mit guter Prognose ...

  • Wenn Ihr Arzt bei Ihnen ein Prostatakarzinom mit guter Prognose festgestellt hat, dann wird dieser Tumor unter Umständen gar nicht oder so langsam wachsen, dass er Ihnen nie Beschwerden machen wird.
  • Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung besteht dann kein Grund, sich einer Behandlung zu unterziehen, die deutlich die Lebensqualität beeinträchtigen kann.
  • Dennoch sollte der einmal entdeckte Tumor regelmäßig überwacht werden, damit bei Anzeichen einer Veränderung sofort reagiert und eine Therapie eingeleitet werden kann.

Dieses Vorgehen nennt man Aktive Überwachung (Active Surveillance, AS).

 

unter festgelegten Voraussetzungen:

  • PSA bis zu 10 ng/ml
  • Gleason-Score bis 6
  • Tumorkategorie bis cT2a
  • Anzahl befallener Gewebeproben maximal 2 von 10 – 12 Proben
  • Anteil Tumorgewebe je Probe maximal 50 %

 

Wenn diese Voraussetzungen auf Sie zutreffen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Krebs langsam oder gar nicht wachsen und nicht metastasieren wird, sehr hoch. Deshalb ist keine Notwendigkeit gegeben, sofort eine aktive Behandlung einzuleiten. Solange der Tumor keine Anzeichen von Wachstum (Progress) zeigt, kann Ihnen der Arzt die beeinträchtigenden Nebenwirkungen von Operation oder Bestrahlung ersparen.

 

Regelmäßige Kontrolle!

Die Gefahr eines solchen Vorgehens besteht darin, dass ein Fortschreiten des Tumors zu spät erkannt wird. Deshalb empfiehlt die ärztliche Leitlinie, in den ersten beiden Jahren alle drei Monate eine Tastuntersuchung und eine PSA-Bestimmung durchzuführen. Wenn die Werte über zwei Jahre stabil bleiben, sollen die Kontrollen halbjährlich erfolgen. Gewebeproben (Biopsien) sollen nach zwölf bis 18 Monaten und danach alle drei Jahre wieder entnommen und untersucht werden. Durch eine so engmaschige Kontrolle kann ein Fortschreiten der Krankheit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit rechtzeitig erkannt werden.

 

Neue Situation erfordert neue Entscheidung:

Wenn sich im Verlaufe der Kontrollen herausstellt, dass Ihr Tumor stärker fortschreitet, soll die Überwachung aufgegeben und der Krebs durch Operation oder Bestrahlung behandelt werden. Das ist der Fall, wenn

  • der Gleason-Score sich auf mehr als 6 verschlechtert hat oder
  • die Verdopplungszeit des PSA weniger als drei Jahre beträgt.

 

Die Erfahrung mehrerer Studien hat aber gezeigt, dass der Grund für den Abbruch einer abwartenden Behandlung oft gar kein medizinischer ist. Die psychische Belastung, einen Tumor in sich zu wissen und nicht zu behandeln, kann stark sein. Eine Begleitung während der Überwachung, die auch Rücksicht auf Ihre psychischen und seelischen Bedürfnisse nimmt, kann Ihnen helfen, mit der Angst umzugehen. Damit Sie Ihrem Körper eine Operation oder eine Bestrahlung nur dann zumuten, wenn sie medizinisch notwendig ist.

 

Die aktive Überwachung kommt für Sie in Frage, wenn ...

  • Ihre körperliche Verfassung Operation oder Bestrahlung grundsätzlich zulässt;
  • Ihr Tumor die oben genannten Voraussetzungen zeigt;
  • Sie zugunsten Ihrer Lebensqualität auf einen heilenden Eingriff verzichten möchten.

 


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