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Neue Erfahrungen zeigen, dass auch beim Prostatakarzinom eine Untersuchung mittels PET-CT vorteilhaft sein kann. Das Verfahren ist weit leistungsfähiger, leider auch teurer.

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt. Ein Radiopharmakon (eine Positronen [Beta-Strahlung] aussendende Substanz) wird in die Armvene injiziert; diese löst eine Photonenstrahlung aus, die von vielen ringförmig um den Patienten angeordneten Detektoren für die Photonen aufgezeichnet wird. Mit Hilfe eines Computers werden Serien von Schnittbildern errechnet, wodurch biochemische und physiologische Funktionen abgebildet werden können. Seit 2003 werden nur noch kombinierte PET/CT-Geräte gebaut.

Für die Diagnose des Prostatakarzinoms und seiner Metastasen wird ein körpereigener Stoff, das Cholin, als Radiopharmakon verwendet. Wurde früher das C-11-Cholin (Halbwertzeit 20 min)benutzt, kommt heute F-18-Ethyl-Cholin zum Einsatz, das eine wesentlich längere Halbwertszeit aufweist.

 

Besonders bei den folgenden Fragestellungen beim Prostatakarzinom kann eine Untersuchung mit F-18-Ethyl-Cholin hilfreich sein:
  • Wieder ansteigende PSA-Werte (> 1 ng / ml) nach zunächst erfolgreicher Operation oder Bestrahlung: Hier kann die Cholin-PET Aufschluss über den Ort eines möglichen Rezidivs (erneute lokale Tumorbildung) oder eine Metastasierung liefern.
  • Mehrfache Biopsien ohne Tumornachweis: Hier kann der Tumor möglicherweise durch die PET-CT nachgewiesen werden.
  • Entscheidungshilfe zur Festlegung der Therapiestrategie nach Diagnosestellung (Operation, Bestrahlung, Hormonbehandlung.

Petct Brachy

© Dipl.-Phys. Werner Brenneisen Praxis für PET/CT

 

Detailinformationen zum Cholin-PET
  1. Ab einem PSA von 5,0 ist der Nachweis von pathologischen Läsionen im Cholin-PET (Lokalrezidiv / LK / Knochen) deutlich wahrscheinlich.
  2. Eine positive Cholin-PET bei einem PSA unter 1,0 (und ohne Hormontherapie) ist wenig wahrscheinlich.
  3. Unter Hormontherapie sind positive Cholin-PETs auch bei einem PSA < 1,0 möglich.
  4. Ein Cholin-PET eignet sich derzeit nicht ausreichend sicher zur Differenzierung Prostatitis / Carcinom.
  5. Auch beim PSA-negativen Prostata-Ca. ist ein Cholin-PET aussagefähig.

 

Für die Cholin-PET  gilt, dass nur eine einzige Untersuchung sowohl Aufklärung über den eigentlichen Prostatatumor als auch über eventuell vorhandene Metastasen und deren genaue Lokalisation erbringen kann, da immer der ganze Körper untersucht wird. Dies ist besonders für Patienten von Bedeutung, bei denen eine Strahlentherapie erfolgen soll. Diese lässt sich umso genauer und damit auch potentiell erfolgreicher planen, je mehr der Strahlentherapeut über die Tumorausdehnung orientiert ist. Zusätzlich kann die Untersuchung direkt digital in ein Computerplanungssystem für die Strahlentherapie übertragen werden und ermöglichst so eine besonders exakte Planung (soviel wie nötig, so wenig wie möglich

 

Petct Uni Homburg

 


Seit dem 23.02.2011 steht auch im Saarland ein PET/CT-Gerät zur Verfügung.

Die Klinik für Nuklearmedizin - in enger Kooperation mit der Klinik für Strahlentherapie - betreibt den PET/CT-Scanner Siemens Biograph im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg.

 

 

© Klinik für Nuklearmedizin Uni-Klinik Homburg

 


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