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Eine anderen Weg als die CTRUS/ANNA-Technik wählt Biopsee Offenbachdas BiopSee®-System. Es nutzt die Magnetresonanz-Spektroskopie (MR-Spektroskopie); diese ist die zur Zeit empfindlichste Untersuchungstechnik um verdächtige Bezirke in der Prostata zu orten und gezielt erneut zu biopsieren.

 

Bei der Früherkennung des Prostatkrebses kann ein gestiegener PSA-Wert erste Hinweise geben, woraufhin eine Gewebeprobe (Biopsie) folgen muss, welche unter dem Mikroskop das Vorhandensein von Krebs zeigen kann.

Leider war diese Probeentnahme bisher bei 20 bis 30 Prozent der Patienten trotz erhöhtem PSA Wert negativ, so dass bis zur endgültigen Klärung wiederholte Rebiopsien notwendig waren.

Diese Belastung des Patienten entfällt mit einer neuen, ultrapräzisen Technik, der sogenannten MRT-navigierten stereotaktischen Prostatabiopsie.

Dabei wird zunächst eine hochauflösende Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata durchgeführt. Mit der MRT lässt sich eine räumliche Abbildung der Prostatadrüse und eine 3D-Dokumentation der Physiologie des Organs mit den krebsverdächtigen Regionen erstellen. Diese 3D-Bilddaten werden dann mit einer Echtzeit-3D-Ultraschallabbildung der Prostata abgeglichen und die Befunde der MRT-Untersuchung auf das Ultraschallbild übertragen.

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© Biopsee-System in Offenbach

 

  • Biopsee 1
  • Biopsee 2
  • Biopsee 3

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© Universitätsklinikum Heidelberg

 

Anschließend werden die Zielgebiete, welche sich auf dem MRT als verdächtig erwiesen haben, für die Biopsieentnahme automatisch definiert und an einen Mini-Roboter übertragen. Ein Computer steuert nun auf Grundlage der errechneten Bilddaten den Einstechkanal für die Biopsienadel und die Gewebeentnahme automatisch und millimetergenau; gleichzeitig wird der Verlauf der Nadel während des Einstichs unter permanenter Ultraschallkontrolle verfolgt, was sowohl die Genauigkeit als auch die Sicherheit erhöht. Aus allen verdächtigen Regionen werden somit zielgenau Gewebeproben entnommen. Die exakten Herkunftsparameter werden dreidimensional dokumentiert und für die weitere Behandlung zur Verfügung gestellt. So kann im Anschluss an die Biopsie jedem evtentuellen Krebsbefund sein exakter Ort und seine Aggressivität zugeordnet werden. Eine wichtige Voraussetzung auch für fokale Therapiekonzepte, bei denen nicht die ganze Prostata, sondern u. U. nur der Tumor in der Prostata behandelt werden soll.

 

Zur Risikominimierung (postoperatives Fieber, Nachblutung) und für verbesserte Behandlungsbedingungen im Falle eines Tumornachweises werden diese Biopsien nicht wie meist üblich durch den Enddarm, sondern in einem kurzen, schmerzfreien Schlaf, der von einem Anästhesisten gesteuert wird, durch die Haut des Damms (perineal) entnommen. Die gesamte Untersuchung nimmt ca. 1/2 Stunde in Anspruch. Nach einer Ruhephase in der Tagesklinik kann die Heimreise angetreten werden. Ein Kraftfahrzeug darf am gleichen Tag allerdings nicht mehr geführt werden.

 

Die MRT-navigierte stereotaktische Prostatabiopsie wird weltweit nur an wenigen Kliniken durchgeführt, in Deutschland bisher an der Urologische Universitätsklinik Heidelberg (OA Dr. Boris Hadaschick / in Kooperation mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen / NCT) und an der Urologischen Klinik (Chefarzt Prof. Dr. Michael Lein) am Klinikum Offenbach / in Kooperation mit dem Zentralinstituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Chefarzt Prof. Dr. Norbert Rilinger).

 


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