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Karriere, Konkurrenz, Kollaps – Männer mit Krebs müssen umdenken!


Männer gehen zur Arbeit, nicht zum Arzt, geschweige denn zum „Seelendoktor“! Sie nehmen im Falle einer Krebserkrankung viel zu selten professionelle psychoonkologische Hilfe in Anspruch. Weil sich eine vernachlässigte Seele aber nicht so einfach austauschen lässt, wie der kaputte Motor eines Gebrauchtwagens.

Männer gehen zur Arbeit, nicht zum Arzt, geschweige denn zum „Seelendoktor“!

Daher appelliert die Saarländische Krebsgesellschaft e.V. anlässlich des internationalen Aktionsmonats „Movember“ an das starke Geschlecht: Männer, kümmert euch um eure psychische Gesundheit und lasst euch bei Krebs von Fachkräften unterstützen!

Männer nehmen im Falle einer Krebserkrankung viel zu selten professionelle psychoonkologische Hilfe in Anspruch.


Im richtigen Moment Hilfe anzunehmen, zeugt von Stärke und kann im Ernstfall Leben retten.

Eine Krebserkrankung haut selbst den stärksten Mann um und sollte deshalb nie alleine bewältigt werden müssen! Eine gezielte psychoonkologische Begleitung wie sie in den Landeskrebsgesellschaften angeboten wird, kann betroffenen Männern helfen, ihre Erkrankung besser zu verarbeiten und schneller wieder auf die Beine zu kommen“, betont Professor Harald Schäfer, Präsident der Saarländischen Krebsgesellschaft e.V.
Dass die Realität oft anders aussieht, bestätigen die Zahlen: In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 252.000 Männer neu an Krebs. Bei den Frauen sind es im Vergleich nur etwa 226.000 Fälle. Derzeit erhält jeder zweite Mann im Laufe seines Lebens die Diagnose Krebs. Das sind rund 51 Prozent aller Männer im Vergleich zu 43 Prozent bei den Frauen. Bei Männern ab 65 Jahren ist das Erkrankungsrisiko sogar fast doppelt so hoch wie bei gleichaltrigen Frauen. Das hat auch schlechtere Überlebenschancen zur Folge (Robert Koch Institut „Krebs in Deutschland 2011/2012“, 10. Auflage 2015). Dennoch waren 2015 bundesweit nur rund 25 Prozent aller Ratsuchenden in den Psychosozialen Krebsberatungsstellen der 16 Landeskrebsgesellschaften männlich.

Männern fällt es schwer sich jemandem anzuvertrauen.

Ganz nach dem Motto „Karriere, Konkurrenz, Kollaps“ stellen viele Männer ihre Gesundheit, aber auch seelische Bedürfnisse hinten an. Sie werden schon als Kind auf „Mann geeicht“, wie Herbert Grönemeyer das Dilemma in seinem Lied „Männer“ so treffend beschreibt. „Männern fällt es schwer sich jemandem anzuvertrauen. Sie wollen stark sein und „Ihren Mann stehen“, auch wenn sie krank sind. Sie tun sich schwer damit, Gefühle zu offenbaren, denn Reden ist nur was für Frauen. Dieses Klischee hält sich leider hartnäckig in den Köpfen der Männer. Wir Psychoonkologen stoßen bei ihnen oft erst mal auf Ablehnung. Erklärt man ihnen aber, wie Psychoonkologie wirkt, öffnen sie sich und fangen an zu reden, bestätigt Diplom-Psychologin Doris Schwarz-Fedrow, Geschäftsführerin der Saarländischen Krebsgesellschaft e.V.


In den Psychosozialen Krebsberatungsstellen

der 16 Landeskrebsgesellschaften begleiten psychoonkologisch geschulte Fachkräfte krebskranke Menschen und deren Angehörige bei der Krankheitsverarbeitung und Bewältigung des alltäglichen Lebens mit oder nach Krebs. Sie beraten Betroffene, helfen ihnen dabei, neue Perspektiven für ein Leben mit Krebs zu entwickeln und bieten eine ganze Reihe an unterstützenden und stärkenden Maßnahmen an, wie Ernährungs- und Entspannungskurse oder Sportprogramme.

Aktionsmonat "Movember"

Vor dem Hintergrund, dass in Zukunft, immer mehr Menschen Jahre oder sogar Jahrzehnte
mit ihrer Krebserkrankung leben werden und auch lernen müssen, mit den damit verbundenen
psychische Belastungen umzugehen, begrüßt die Saarländische Krebsgesellschaft e.V. jede
Kampagne, die sich für ein besseres Gesundheitsverhalten der Menschen einsetzt.
Der Aktionsmonat „Movember“ fördert ein Umdenken bei den Männern. Er wurde bereits
2003 in Australien ins Leben gerufen, um sie über Vorsorge von Prostata- und Hodenkrebs,
aber auch psychische Erkrankungen aufzuklären, sie zu einem gesünderen Lebensstil zu
bewegen und Spenden für die Gesundheitsvorsorge zu sammeln. Dabei ließen die Initiatoren
sich im November ihre Bärte wachsen und erzielten so große Aufmerksamkeit weltweit. Unter
www.movember.com können sich auch in Deutschland interessierte Männer an der Aktion
beteiligen.


Kontakt:

Saarländische Krebsgesellschaft e.V.
Sulzbachstraße 37
66111 Saarbrücken
Tel: 0681 - 959066 - 73
Fax: 0681 - 959066 – 74
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
WEB: www.saarlaendische-krebsgesellschaft.de
Facebook: www.facebook.com/saarlaendischekrebsgesellschaft


Über die Saarländische Krebsgesellschaft e.V.

Die Saarländische Krebsgesellschaft e.V. hilft seit 2002 Menschen mit Krebs und deren
Angehörigen bei der Bewältigung der Krankheit. Arbeitsschwerpunkt ist die professionelle und
vertrauliche, dabei kostenfreie Beratung in allen psychischen und sozialen Fragen in den
Krebsberatungsstellen. Ehrenamtlich tätige Selbsthilfegruppen werden von uns unterstützt.
Darüber hinaus engagieren wir uns in der Fortbildung von Ärzten, onkologischen Fach- und
Pflegekräften, der Krebsfrüherkennung und beraten politische Gremien. Die Saarländische
Krebsgesellschaft finanziert ihre Arbeit durch öffentliche Gelder und Spenden.
Spendenkonto: Kreissparkasse St. Wendel, IBAN: DE89 5925 1020 0120 1168 01                                 BIC: SALADE51WND, Spenden sind steuerlich absetzbar.

 


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