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Sprich über das Wichtige im Leben

Das Ende einer Beziehung, der Verlust des Arbeitsplatzes, finanzielle Schwierigkeiten oder Vater zu werden, sind große Momente im Leben eines Mannes, die vielen Männern passieren. Es ist wichtig zu erkennen, welche Auswirkungen sie haben und zu wissen, dass es in Ordnung ist, darüber zu sprechen, wie du mit der Veränderung zurechtkommst.

Wissen ist Macht

Deine Familiengeschichte hilft dir mit am besten, deine Gesundheit zu verstehen. An deiner Familiengeschichte erkennst du, wie hoch dein Risiko u.a. für Krebs, Diabetes, Herzkrankheiten und Schlaganfall ist. Es beginnt alles mit einem Gespräch. Sprich mit deiner Familie und merke dir, welche Krankheiten ein direkter Verwandter hatte. Erkundige dich auch über bereits verstorbene Verwandte.

Wenn du etwas bemerkst, unternimm etwas

Du kennst deinen Körper besser, als jeder andere. Wenn dir etwas komisch vorkommt, verdränge nicht den Gedanken daran, in der Hoffnung, es geht wieder weg, sondern geh zum Arzt und lass dich untersuchen. Die Früherkennung ist der wichtigste Faktor bei der Behandlung ernster Erkrankungen.

 

Prostatakrebs: Die Fakten


Prostatakrebs ist die am häufigsten diagnostizierte Krebsart bei deutschen Männern.
Kenne die Fakten und ergreife frühzeitig Maßnahmen.

70.100 neue Fälle

Für das Jahr 2014 wird mit ungefähr 70.100 neuen Fällen von Prostatakrebs gerechnet. In 2012 starben 12.957 Männer an Prostatakrebs.

Was ist Prostatakrebs?

Die Prostata ist eine Drüse, die sich direkt unterhalb der Blase und vor dem Darm befindet. Sie produziert eine Flüssigkeit, die das Sperma schützt und anreichert.

Prostatakrebs tritt auf, wenn sich einige Zellen der Prostata deutlich schneller als normal reproduzieren, wodurch ein Tumor entsteht. Wenn keine Behandlung erfolgt, können die Prostatakrebszellen über die Prostata hinaus streuen und entferntere Körperteile befallen, insbesondere die Lymphknoten und Knochen, und so sekundäre Tumore bilden, ein Prozess, den man Metastasenbildung nennt.

Einer der besorgniserregendsten Aspekte der Krankheit ist, dass Prostatakrebs bei vielen Männern in den frühen Stadien keine Symptome verursacht.

Kenne die Risikofaktoren

Prostatakrebs betrifft nur Männer, da Frauen keine Prostata haben. Risikofaktoren, die die Entwicklung der Krankheit begünstigen, sind u.a.:

Familiengeschichte
Bei einem Mann, dessen Vater oder Bruder Prostatakrebs entwickelt hat, ist die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch, selbst daran zu erkranken.

Symptome, Untersuchungen und Behandlungen

Die Symptome

Nicht jeder hat bei Prostatakrebs Symptome. Anzeichen für Prostatakrebs werden häufig erst von einem Arzt bei einer Routineuntersuchung entdeckt.

Einige Männer jedoch erleben Veränderungen beim Urinieren oder bei Sexualfunktionen, die auf einen Prostatakrebs hinweisen können. Zu diesen Symptomen gehören:

  • Ein häufiger Harndrang, insbesondere in der Nacht
  • Schwierigkeiten, das Urinieren zu beginnen oder beim Zurückhalten des Urins
  • Ein schwacher oder unterbrochener Urinfluss
  • Schmerzen oder ein Brennen beim Urinieren
  • Erektionsprobleme
  • Schmerzen bei der Ejakulation
  • Blut im Urin oder Samen
  • Häufige Schmerzen oder Steifheit im unteren Rücken, in den Hüften oder Oberschenkeln

 

Die Untersuchung

Der Zweck einer Untersuchung ist, Prostatakrebs im frühestmöglichen Stadium zu entdecken, bevor die Krankheit fortschreitet. Es gibt zwei gängige Untersuchungsmethoden zur Früherkennung. Je nach Ergebnis dieser Untersuchungen wirst Du vielleicht zu einem Facharzt überwiesen, der eine Biopsie vornimmt.

Die digitale rektale Untersuchung (DRU)
Bei der DRU führt der Arzt einen mit Handschuh überzogenen Finger in den Anus, wo es möglich ist, einen Teil der Prostataoberfläche zu fühlen.

Die PSA-Blutuntersuchung (PSA)
Bei der PSA-Blutuntersuchung wird geprüft, ob ein Protein im Blut vorhanden ist, das speziell von Prostatazellen produziert wird.

Biopsie
Je nach Testergebnis wirst du vielleicht an einen Urologen überwiesen, der eine Biopsie vornimmt. Dies ist die einzige Möglichkeit, um das Vorhandensein von Krebs festzustellen.

Wir empfehlen dir, deine Situation mit deinem Arzt zu besprechen, um zu entscheiden, ob eine Untersuchung das Richtige für dich ist. Zusammen könnt ihr entscheiden, wie am besten vorgegangen wird.

Behandlungsmöglichkeiten

Wenn bei dir Prostatakrebs diagnostiziert wurde, solltest du daran denken, dass Prostatakrebs häufig langsam wächst und nicht immer Operationen oder andere einschneidende Behandlungen nötig sind. Behandlungsmöglichkeiten sind u.a.:

  • Aktive Beobachtung
  • Prostatektomie
  • Radiotherapie bzw. Bestrahlung
  • Hormontherapie
  • Chemotherapie

Wenn bei dir Prostatakrebs diagnostiziert wurde

nimm dir die Zeit, um mehr über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu erfahren. Triff eine informierte Entscheidung, indem du dich von Medizinern beraten lässt und dich mithilfe angesehener Quellen informierst.

 

Nebenwirkungen

Abhängig von der Art deiner Behandlung könnten folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Inkontinenz (unfreiwilliger Harnabgang)
  • Erektile Dysfunktion (Schwierigkeiten damit, eine Erektion zu erzielen oder zu halten)
  • Gewichtszunahme aufgrund einer Hormontherapie

Diese Nebenwirkungen halten bei den Betroffenen unterschiedlich lang an.

Weil zu den Nebenwirkungen einer Behandlung u.a. die erektile Disfunktion gehören kann, kann sich Prostatakrebs beträchtlich auf intime Beziehungen auswirken. Wie viele Menschen dir erzählen werden, die diesen Weg hinter sich haben, wirkt sich Prostatakrebs auch auf die Partnerschaft aus. Deswegen ist es wichtig, dass du deinen Partner miteinbeziehst, wenn du über die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten nachdenkst.

Wenn du unter Nebenwirkungen leidest,

solltest du wissen, dass es Behandlungen und Maßnahmen gibt, die viele dieser Nebenwirkungen lindern können.

 

MOVEMBER - Ihre Spende für Männergesundheit

Die Movember-Foundation setzt sich für Männergesundheit ein. Sie widmet sich einigen der größten Gesundheitsproblemen von Männern:

Prostata- und Hodenkrebs, einer schlechten psychischen gesundheit sowie der Suizidprävention.

Die Klinik für Urologie der Universität des Saarlandes unterstützt diese Aktion.

Machen Sie mit! - Jede Spende zählt.

 

 


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