Am Montag, 14. Januar 2013, stellt Prof. Michael Stöckle die aktuelle Prefere-Studie vor.

Am Montag, 14. Januar 2013, spricht Prof. Michael Stöckle, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie, zum Thema „Welche Behandlung beim Prostata-Karzinom?“ und stellt die aktuelle Prefere-Studie vor. Veranstaltungsort ist der Festsaal im Saarbrücker Rathaus St. Johann, 19 Uhr. Die Ringvorlesung findet in Kooperation mit der Landeshauptstadt Saarbrücken statt, der Eintritt ist frei.

 

Beim lokal begrenzten Prostatakarzinom mit niedrigem Risiko gibt es derzeit vier wissenschaftlich begründete und als gleichwertig geltende Optionen für den behandelnden Arzt: Entweder er überwacht die Krebserkrankung des Patienten „aktiv", ohne einzugreifen; er empfiehlt eine Strahlentherapie (von außen über die Haut oder als dauerhafte strahlende Implantate) oder er rät zur radikalen Entfernung der Prostata. Weil bisher die Wirksamkeit der Methoden noch nicht in Einzelstudien gegeneinander abgewogen wurden, wurde Ende des Jahres 2012 die klinische „Prefere-Studie" (engl. Verb to prefer: bevorzugen) ins Leben gerufen. Prof. Stöckle ist nationaler Leiter der Prefere-Studie und stellt diese vor.

Der Referent

Prof. Stöckle habilitierte sich 1990 im Fach Urologie in Mainz. Seit 2000 ist er Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie in Homburg. Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Klinik sind unter anderem die Definierung molekularer Marker zur individualisierten Therapiewahl bei urologischen Tumoren, die Weiterentwicklung der robotergestützten minimalinvasiven Operationsverfahren sowie klinische Studien zur medikamentösen Behandlung fortgeschrittener urogenitaler Tumoren. Darüber hinaus ist er momentan in der Diskussion zur PSA-gestützten Früherkennung des Prostatakarzinoms engagiert und ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie.