Dass Männer an Prostatakrebs sterben können, wird der Öffentlichkeit meist erst bewusst, wenn es einen Prominenten trifft. In der Nacht zum Mittwoch starb der bekannte Kabarettist Dieter Hildebrandt 86-jährig an der Krankheit.

 

Wie der "Spiegel" und andere Publikumsmedien berichten, sei erst jetzt herausgekommen, dass Hildebrandt an einem Prostatakarzinom litt. Die Diagnose habe er im Sommer erhalten. Die letzte Zeit habe der Kabarettist auf einer Palliativstation verbracht.

Mit der ARD-Sendung "Scheibenwischer" leistete Hildebrandt Pionierarbeit und setzte Maßstäbe in Kabarett und Fernsehen gleichermaßen. Mit bissigen Kommentaren und Sketchen nahm er mit seinen Kollegen die Bundespolitik aufs Korn und brachte damit die Zuschauer zum Lachen und Nachdenken. Hildebrandt war Mitbegründer der legendären ""Münchner Lach- und Schießgesellschaft" und avancierte zum wohl bekanntesten deutsche Kabarettisten.

Sein Schicksal teilte Hildebrandt mit einem anderen Giganten der deutschsprachigen Kulturszene, Marcel Reich-Ranicki, der ebenfalls an Prostatakrebs gelitten hatte. Erst im September war der berühmte Literaturkritiker verstorben.

Quelle: www.biermann-medizin.de