Vier Therapien sind wissenschaftlich belegt. Welche ist überlegen?

Am 22.01.2013 hat in Berlin eine der größten klinischen Studien auf dem Gebiet der Krebsforschung begonnen. Die Leitung der Studie liegt bei der Urologie der Homburger Uniklinik. Ziel der Untersuchungen ist der Vergleich der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatakrebs.

 

Alle Verfahren sind zwar wissenschaftlich belegt. Unklar ist aber bisher, ob ein Verfahren möglicherweise den anderen überlegen ist. Insgesamt nehmen 75 Zentren in Deutschland an der 24 Mio.Euro teuren Studie teil. Mehrere Tausend Patienten sollen über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren beobachtet werden.

Örtlich begrenzte Tumore in der Prostata wachsen sehr langsam. Ob eine sofortige Operation erforderlich ist, ist deshalb umstritten. Neben der Operation gibt es deshalb drei weitere Behandlungsmöglichkeiten: zwei Varianten einer Strahlentherapie sowie gar keine Behandlung, aber eine intensive Überwachung des Patienten, um schnell eingreifen zu können, wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert. Alle Verfahren sind wissenschaftlich belegt, bisher ist aber unklar, ob eines davon möglicherweise den anderen überlegen ist. Das soll die Studie nun herausfinden. Unter anderem die Krebshilfe und die Krankenkassen stellen dafür rund 24 Millionen Euro zur Verfügung.

(Peter Springborn, Saarländischer Rundfunk))

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