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Warum wirkt Sport gegen Krebs?

Die biologischen Mechanismen, die erklären, warum Sport einen direkten Einfluss auf Krebs hat, sind noch weitgehend unbekannt. Das hat auch damit zu tun, dass das Wachstum von Tumoren von sehr komplexen Vorgängen abhängig ist. Da körperliche Aktivität fast alle Organsysteme anregt und auch das Gehirn beeinflusst, wirkt sich dies offenbar auch auf die der Krebsentstehung zugrunde liegenden Faktoren aus.

Sport bringt den Energiehaushalt auf Touren und hilft, ein gesundes Körpergewicht zu halten. Er hat zudem positive Effekte auf die Psyche, was sich wiederum auf die allgemeine Befindlichkeit und auf das Immunsystem auswirkt. Als tumorspezifische Effekte kommen zudem der Einfluss auf Sexualhormone, antioxidative Wirkungen oder eine Verbesserung von DNA-Reparaturmechanismen infrage, ebenso die Verringerung von Insulin und körpereigenen Botenstoffen (z. B. IGF, Interleukin, TNF). Dazu kommen weitere Mechanismen, die für bestimmte Krebsarten entscheidend sind: Durch die Anregung des Stoffwechsels wird beispielsweise die Kontaktzeit möglicher krebserregender Stoffe in Magen und Darm verkürzt.

Welche und wie viel Bewegung?

Zwischen der Menge an Sport und der Anti-Krebs-Wirkung gibt es einen direkten Zusammenhang: Je mehr Bewegung, umso größer der Effekt. Krankengymnastik allein reicht also nicht aus.

Als besonders vorteilhaft hat sich bisher ein kombiniertes Kraft- und Ausdauertraining erwiesen, mit zusätzlichen Elementen zur Schulung von Flexibilität und Koordination. Idealerweise sollte man sich 18-25 MET pro Woche sportlich betätigen. MET (metabolic equivalent task) ist die Einheit für den Stoffwechsel bei körperlicher Aktivität; 1 MET entspricht dem Energieverbrauch von 1kcal pro Kilogramm Körpergewicht pro Stunde.

Besonders viele MET pro Stunde verbrauchen Sie beim Schwimmen (8), Fußballspielen, Skifahren oder Joggen (je 7). Aber auch häusliche Tätigkeiten wie Holzhacken (6), Gartenarbeit (5) und Rasenmähen (5,5) füllen schnell ihr MET-Konto.

Wenn Sie es lieber etwas ruhiger angehen lassen, können Sie auch mit mehreren Stunden Walken (4), Spazierengehen (3) oder Radfahren (4) auf ihr wöchentliches MET-Soll kommen.

Wofür Sie sich auch entscheiden, wichtig ist: Es muss Ihnen Spaß machen!

© Dipl.-Journ. Peggy Prien - Lesen Sie hier mehr.


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