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Sexualität bei schwerer Krankheit wie z.B. Prostatakrebs ist in erster Linie Zärtlichkeit, Nähe und Vertrauen.

 

Hang zur Selbsttäuschung

Eine Studie, in der Männer über die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs befragt wurden, die über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren nach der Entfernung der Prostata noch „potent“ waren, und ebenso deren Partnerinnen.

Die Männer, so das Ergebnis, neigen im Vergleich zu ihren Partnerinnen dazu, die Anzahl an GV als höher zu beschreiben. Während die Partnerinnen mit der Anzahl an GV nach der RPE zufrieden sind, wünschen sich die Patienten (Männer) fast doppelt so häufig GV, als sie ihn tatsächlich haben.

 

Aussage eines Paartherapeuten:

In jeder sexuellen Beziehung bilden sich Verhaltensweisen aus, wobei die / der eine zuweilen seinen Willen durchsetzt, während sich die / der andere anpasst. Diese Muster tauscht das Paar idealerweise untereinander, manchmal verfestigen diese sich aber auch, dass die / der eine meist die aktive Rolle übernimmt, während die / der andere den passiven Part übernimmt. Die eingespielten Beziehungsmuster können durch eine Krebserkrankung grundsätzlich durcheinander geraten, - was sowohl eine Gefahr als auch eine Chance für eine Beziehung darstellen kann.

So kann es z.B. dazu kommen, dass jemand aufgrund ihrer / seiner Krebserkrankung nicht mehr in dem Maße wie bisher in der Lage ist zu geben, sondern darauf angewiesen ist, dass die / der andere stärker gibt.

Zum Erhalt der Paarbeziehung braucht es nun unabdingbar eine Enttabuisierung der Sexualität.

Für mich und meine Partnerin wurde die Krebserkrankung eine Herausforderung an die gemeinsame Sexualität, die uns schließlich ein viel breiteres Spektrum des Auslebens von Erotik und Sexualität erschloss. Die Tabuisierung von Sexualität kann hingegen dazu führen, dass aus Angst vor „misslungenem Geschlechtsverkehr“ letztlich jeder Körperkontakt vermieden wird.

Gerade der Austausch von Zärtlichkeit schafft aber eine Nähe, die für das psychische Wohlbefinden äußerst wichtig ist.

(nach Dr. Hans Jellouschek, Trotzdem leben – Paarbeziehungen und Krebs, Praxis Jellouschek Ammerbuch)

 

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