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Der Granatapfel hat in jüngerer Zeit starkes Interesse erregt, da mehrere in den USA und in Israel durchgeführte Studien einen günstigen Einfluss auf den Prostatakrebs zeigten.

Chicago. Ein PSA-Anstieg nach Operation oder Bestrahlung ist beim Prostatakrebs immer ein ungünstiges Zeichen. Der Konsum von Granatapfelsaft kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Die positive Wirkung des Granatapfelsafts belegt eine amerikanische Studie (Allan Pantuck et al., J Urol Suppl. 2009; 181, 4, Abstract 826), die auf der Jahrestagung der American Urological Association vorgestellt wurde
  • Darin warem 48 Männer eingeschlossen, die nach Therapie eines Prostatakrebses steigende PSA-Werte aufwiesen. Neben der konventionellen Weiterbehandlung erhielten sie täglich etwa 240 ml Granatapfelsaft.
  • Bei den Patienten, die konsequent mitmachten, verlängerte sich in der sechsjährigen Nachbeobachtungsphase die PSA-Verdopplungszeit von durchschnittlich 15,4 Monaten auf 60 Monate. Der mittlere PSA-Anstieg sank um 60 %.
  • Damit lagen die Werte deutlich günstiger als bei Männern, die zwischenzeitlich aus der Studie ausgeschieden waren.
  • Die Ergebnisse legen nahe, dass Granatapfelsaft das Fortschreiten eines erfolglos behandelten Prostatakarzinoms effektiv verzögern kann, so das Resümee von Dr. Christopher Amling, Sprecher der AUA. Er hofft, dass sich zukünftig sogar Hinweise auf eine vorbeugende Wirkung des Getränks finden lassen.

Der Fach-Ratgeber "Der Granatapfel – wirkungsvolle Ernährungstherapie für Herz, Gefäße, Prostata und allgemeine Zellgesundheit" enthält eine Reihe von Informationen rund um diese interessante Frucht. Hier können Sie die Broschüre im PDF-Format herunterladen.

Wie ist die Meinung des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) zu Granatapfelprodukten?

Zur positiven Wirkung von Granatapfelprodukten auf Prostatakrebs gibt es Studien aus Israel und den USA, so dass man davon ausgehen kann, dass dies wissenschaftlich belegt ist. Der BPS empfiehlt allerdings keine Produkte eines bestimmten Herstellers, sondern er weist allenfalls auf das Vorhandensein solcher Produkte hin, da es über die Wirksamkeit der verschiedenartigen Produkte – vom einfachen Saft bis zum fermentierten Elixier – unseres Wissens keine vergleichende Wirksamkeitsstudie gibt.

Frau Dr. rer. nat. Bettina Jung liefert hier eine Abhandlung über die medizinischen Erkenntnisse, die mit dem Granatapfel gewonnen wurden. Der Text (im PDF-Format) kann hier heruntergeladen werden.

Der BPS reicht Informationen zu Granatapfelprodukten an seine Mitglieder und Prostatakrebspatienten weiter, ohne sie zu bewerten oder diesbezügliche Empfehlungen auszusprechen. Jeder Prostatakrebspatient muss für sich selbst entscheiden, ob er die auf den ersten Blick teilweise recht teuren Produkte für sich erproben oder auf erheblich billigere Granatapfelprodukte, z. B. Granatapfelsäfte aus türkischen Läden, zurückgreifen will.

© Der Artikelwurde verfasst auf der Grundlage der Beiträge von Ralf Rainer Damm auf der Website des BPS.


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