Ein verhältnismäßig rascher Anstieg des Gesamt-PSA erhärtet den Verdacht auf ein Prostatakarzinom, selbst wenn weitere Anzeichen fehlen (unauffälliger Tastbefund der Prostata, PSA-Ausgangswert unter 4ng/ml, negativer Biopsiebefund trotz höherem PSA-Ausgangswert).

Die PSA-Anstiegsgeschwindigkeit (engl.: PSA-Velocity; Abk.: PSAV)) gibt an, um wieviel der PSA-Wert bei im Jahresabstand aufeinander folgenden Messungen ansteigt. Ein PSA-Anstieg von mehr als 0,3 ng/ml/Jahr deutet auf eine höhere Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer bösartigen Erkrankung hin. Um die PSAV ermitteln zu können, ist es wichtig, die PSA-Messungen möglichst exakt im Jahresabstand vornehmen zu lassen und sich dabei an die im Beitrag "PSA-Bestimmung" aufgeführten fünf Grundregeln zu halten.

Ein Programm zur Berechnung der PSAV finden Sie hier.

 

Cut-Off / Toleranzgrenze-PSAV = 0,3ng/ml/Jahr