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Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) kommt bei gesunden Männern vor, eignet sich aber auch als Tumormarker:

Ein Produkt der gesunden Prostata.

Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein Protein, das von den Prostatadrüsen gebildet wird. Es gelangt mit dem Prostatasekret in den Samen und verflüssigt ihn nach der Ejakulation. Diese biochemische Reaktion zu ermöglichen, ist die Aufgabe des PSA. Somit handelt es sich um einen normalen Wirkstoff des gesunden Mannes. Nun bilden Prostatakrebszellen bis zu zwölf Mal mehr (komplexiertes) PSA als gesunde Prostatazellen. Der Anteil von PSA im Blut kann daher auch Hinweise auf ein Prostatakarzinom geben und zur Beurteilung von dessen Verlauf und Behandlung dienen.

Formen des PSA im Blut

Wie andere von Drüsen gebildete Stoffe geht auch das PSA zu einem Teil in das Blut über. Dort ist es zu etwa 20% frei im Blutserum gelöst; diese Form heißt "freies PSA" (fPSA). Der größere Anteil, etwa 80%, ist an Proteine des Blutserums gebunden; man nennt ihn "komplexiertes PSA", weil sich Komplexe bilden; abgekürzt: cPsa. Die Summe der beiden Formen nennt man das "totale PSA", abgekürzt "tPSA".

tPSA = cPSA + fPSA


Einflüsse auf den PSA-Spiegel

Krebszellen der Prostata bilden bis zu zwölfmal mehr PSA als gesunde Prostatazellen. Ein erhöhter Gesamtwert des PSA (tPSA) reicht aber allein nicht aus als Kennziffer für Prostatakrebs. Denn zahlreiche, nicht krebsbedingte Faktoren führen zu einer Erhöhung gerade des fPSA-Wertes; zum einen das Lebensalter und die Prostatagröße, was zusammenhängen kann, da oft mit dem Alter eine gutartige Prostatavergrößerung (benignes Prostatasyndrom, BPS) einhergeht. Auch reagiert das fPSA auf Entzündungen (Prostatitis) oder Druck (durch Radfahren, Reiten, Geschlechtsverkehr, Abtasten der Prostata (DRU) usw.) mit erhöhten Werten. Ein relativ hoher Wert des fPSA spricht sogar eher gegen eine Krebserkrankung. Daher müssen durch gesonderte Messungen die Werte für "freie" und "Gesamt-PSA" ermittelt und die relative Höhe des fPSA berechnet werden; man ermittelt den PSA-Quotienten.


PSA-Quotient (PSAQ, auch PSA-Ratio)

Aus bisher ungeklärten Gründen ist bei einem Prostatakarzinom mehr PSA im Blutserum an Proteine gebunden (komplexiert, c-PSA) und weniger frei darin gelöst (f-PSA), selbst bei nicht erhöhtem Gesamt-PSA (t-PSA). Sinkt also der prozentuale Anteil des freien PSA im Vergleich zum Gesamt-PSA, ist das ein Kennzeichen für Prostatakrebs.

Man berechnet den PSA-Quotienten (bzw. die PSA-Ratio) mit der Formel:

  • PSAQ = fPSA / tPSA

bzw.

  • %-fPSA = fPSA / tPSA x 100

Bei einem Verhältnis von freiem PSA zu Gesamt-PSA von < 0,15 bzw 15%  ist die Existenz eines Prostatakarzinoms wahrscheinlich (75% ) und ist umso wahrscheinlicher, je näher sich der PSA-Quotient dem Wert 0,1 bzw. 10%  nähert oder sogar darunter liegt. Bei einem PSA-Qutienten von > 0,20 bzw. 20% liegt eher eine andere Ursache für die PSA-Erhöhung vor.

Der Cut-Off - Wert, die Toleranzgrenze, ist beim PSA-Quotienten = 0,2 bzw. 20%.



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