Die PSA-Dichte PSAD ist eine weitere Kennzahl zur Erkennung der Ursachen einer PSA-Erhöhung. Die PSA-Dichte (PSAD) ist das Verhältnis von PSA-Wert zu Prostatavolumen. Das Prostatavolumen wird durch eine transrektale Ultraschall-Untersuchung bestimmt.¹ Prostatakarzinome haben eine bis zu zwölfmal höhere PSA-Ausschüttung als gutartiges Gewebe. Daher ist eine hohe PSA-Dichte ein Hinweis auf ein Karzinom.


Formel: PSAD = tPSA (ng/ml) / Prostatavolumen (ml)

Bei einer PSA-Dichte < 0,1 kann mit einer Sensitivität² von 91% und einer Spezifität³ von 63% ein Prostatakarzinom ausgeschlossen werden.4

In etwa kann man sagen, dass, je größer die PSA-Dichte ist, desto wahrscheinlicher und größer ist das Karzinom. Sehr kleine Karzinome können bei dieser Betrachtung jedoch kaum erkannt werden, insbesondere wenn zusätzlich eine gutartige Vergrößerung der Prostata vorliegt.


Cut-Off / Toleranzgrenze-PSAD ≤ 0,1


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¹ Die Volumenbestimmung der Prostata ist vom jeweiligen Untersucher abhängig und starken Schwankungen unterworfen.

² Die Sensitivität (aus dem latein. "sentire" = empfinden; Empfindlichkeit) ist ein statistischer Begriff, der die Fähigkeit eines bestimmten Untersuchungsverfahrens angibt, tatsächlich kranke Patienten auch wirklich als krank zu erkennen. Sensitivität = (Anzahl richtig positiver Testergebnisse)/(Anzahl richtig positiver + falsch negativer Testergebnisse).

³ Die Spezifität (aus dem latein. "specimen" : Muster, Kennzeichen) ist ein statistischer Begriff, der die Fähigkeit eines bestimmten Untersuchungsverfahrens angibt, tatsächlich gesunde Patienten auch als gesund zu identifizieren. Spezifität = (Anzahl richtig negativer Testergebnisse)/(Anzahl richtig negativer + falsch positiver Testergebnisse).

4Marlies Franke und Thomas Kreutzig, Prostata Spezifisches Antigen - Ein Leitfaden zur Interpretation, Au 2001