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PCA 3 : ein neuer molekulargenetischer Urin Test für die Diagnostik des Prostatakarzinoms

 

Der Prostate Cancer Gene 3 (PCA3)-Test ist ein neuartiger Gen-basierter Test. Er ersetzt nicht den PSA-Test.

Der PCA-3-Test zeigt in Studien eine wesentlich höhere Spezifität für das Prostata Karzinom als der PSA Test. Pca3score Im Vergleich zum Serum PSA Wert scheint der PCA-3 Score weniger bis nicht beeinflußt zu sein durch das Prostatavolumen bei benigner Prostatahyperplasie, Entzündungen, Alter, Traumen oder bestimmten Medikamenten (z.B.: 5-alpha-Reduktase-Hemmern, die oft zur Behandlung der Blasenentleerungsproblematik genommen werden müssen).

Als ergänzender diagnostischer Test scheint der PCA-3-Test gut geeignet, um eine bessere Trefferquote bei den Biopsien zu erreichen und die Rate unnötiger Biopsien zu reduzieren. Der PCA3 Test ist allerdings kein Ersatz für die Biospie.

Die Auswertung erfolgt über den sog. PCA-3 Score (Verhältnis PCA-3 mRNA zu PSA mRNA ( = 1000 x [mRNA PCA3]/ [mRNA PSA]):

Als Entscheidungsgrenze galt bisher ein Score von 35. Aktuell hat der PCA3-Test die Zulassung der U.S. Food and Drug Administration (FDA) erhalten, wobei der Schwellenwert auf 25 abgesenkt wurde. :

  • ein Score von < 25 zeigt eine verminderte Wahrscheinlichkeit einer positiven Biopsie,
  • ein Score von > 25 eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer positiven Biopsie.

Die Sensitivität des Messergebnisses beträgt 58% bei einer Spezifität von 72%(Sensitivität = die Fähigkeit, einen tatsäch­lich kranken Patienten auch als krank zu erkennen; Spezifität = die Fähigkeit, einen tatsächlich gesunden Patienten auch als gesund zu identifizieren;)

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© J. Hennenlotter, Uni-Klinik Tübingen


Der PCA-3-Test kann in folgendem Szenario sinnvoll angewendet werden:

 

Pca 3 Schaubild

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© L. Durner, UCM-AG Planegg

Patienten mit einem erhöhten PSA und suspekter DRU bei denen die erste Prostatatstanzbiopsie negativ ausgefallen ist und die Frage einer erneuten Biopsie im Raum steht.

 

Der PCA3-Score ist im Gegensatz zum PSA vom Prostatavolumen unabhängig, steigt aber mit der Größe des Karzinoms an. Er erlaubt eine bessere Unterscheidung zwischen einem PCa und gutartigen Prostataerkrankungen, wie z. B. einer Prostatahyperplasie (BPH) oder einer Prostatitis (Entzündung der Prostata). Je höher der gemessene PCA3-Score ansteigt, desto stärker zeigt sich auch der Entdifferenzierungsgrad (der Gleason-Score) des Tumors ausgeprägt, so dass neben der Diagnostik auch eine Einschätzung für den Schweregrad des Tumors und damit seiner Prognose und notwendigen Nachsorge getroffen werden kann.

Zur Probenentnahme wird im Rahmen der digital-rektalen Tastuntersuchung (TRUS) die Prostata nach einem speziellen Schema leicht massiert, wodurch Prostatazellen in den Harntrakt freigesetzt werden. Der unmittelbar danach gewonnene Urin wird zur Testdurchführung verwendet. Der Urin kann in den Röhrchen mehrere Tage auch bei Raumtemperatur gelagert werden, so dass die Proben mit der Post an eines der Labors gesandt werden können, die die PCA3-Bestimmung anbieten.

Der PCA3-Test ist nicht billig, er kostet etwa 350,- € und wird von den Gesetzlichen Krankenkassen bisher nicht erstattet.

 

Cut-Off - Wert  von PCA3 = 25

 


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