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Aus bisher ungeklärten Gründen ist bei einem Prostatakarzinom relativ mehr PSA im Blutserum an Proteine gebunden (komplexiert, c-PSA) und relativ weniger frei darin gelöst (f-PSA), selbst bei nicht erhöhtem Gesamt-PSA (t-PSA).

 

Wichtig beim Vergleich verschiedener PSA-Messwerte ist, dass stets das gleiche Messverfahren verwendet wurde.

 

Mit neuen Labormethoden ist es nunmehr möglich, gezielt cPSA direkt mit einer hohen Zuverlässigkeit und Richtigkeit im Blut zu messen. Das ist von Vorteil, weil komplexiertes PSA (cPSA) deutlich lagerungsstabiler ist als das  fPSA, welches bereits nach 24 Stunden Lagerungszeit einen signifikanten Abfall aufweist. Wird das cPSA direkt gemessen - neben dem tPSA-Wert -, wird der Wert des fPSA anschließend aus der Differenz zwischen tPSA und cPSA-Werten errechnet.

 

Für die Blutabnahme zur PSA-Bestimmung ist bedeutsam, dass tPSA nach Prostatamanipulationen (TRUS, Biopsie, Radfahren, Ejakulation, körperliche Aktivität) unspezifisch ansteigt. Ein solches Phänomen konnte für cPSA bisher nicht beobachtet werden, so dass nach Prostatamanipulation auch eine cPSABestimmung möglich ist. Zu bedenken ist jedoch, dass dann die Ermittlung der PSA-Ratio nicht möglich ist (Effekt der Manipulation auf tPSA).

Cpsa Spsa

Die nebenstehende Abb. zeigt die Verbesserung der Spezifität in der PCa-Diagnostik durch Messung von cPSA (grüne Balken).

Für eine diagnostische Überlegenheit der Bestimmung von cPSA gegenüber der üblichen Messung von tPSA und fPSA sprechen folgende Punkte:

  • cPSA ist deutlich besser lagerungsstabil und deutlich weniger empfindlich gegenüber Prostatamanipulationen als tPSA oder fPSA.
  • cPSA bietet wegen der direkten Messung des mit Tumorwachstum assoziierten komplexierten PSA-Anteils Vorteile in der frühen Diagnostik von PCa, insbesondere bei Patienten mit einem tPSA < 4,0 ng/ml.
  • cPSA führt zu einer geringeren Anzahl falschpositiver Befunde bei gutartigen Erkrankungen und reduziert damit die Gefahr überflüssiger Biopsien.
  • Durch Berücksichtigung der cPSA-Anstiegsgeschwindigkeit (Velocity) bei Verlaufsmessungen kann bei einem Cut off-Wert von 0,5 ng cPSA/ml/Jahr die frühe Diagnostik von PCa-Patienten deutlich verbessert werden.

 

  • Phi Formelphi-formel
  • Tabelle Cutoff Cpsa Tpsa 1Cut-Off - PSA I.
  • Tabelle Cutoff Cpsa Tpsa 2Cut-Off - PSA II.

Die beiden Tabellen fassen Ergebnisse zweier Studien an nahezu 10.000 Männern zusammen. Die Tabelle I. (n = 7541) definiert Cut-Off - Werte bei gesunden Männern (Wert bis Cut off: Prostataerkrankung eher als unwahrscheinlich anzusehen). Die Tabelle II. (n = 3597, PSA 2,0 - 20,0 ng/ml) zeigt Cut-Off – Werte an, deren Überschreiten im Einzelfall einen abklärungsbedürftigen Befund darstellt. Messwerte zwischen beiden Cut-Off - Werten in Tab. I und II geben Anlass zur Überwachung der Werteentwicklung im Laufe der Zeit. © www.fennerlabor.de

 

Cut-Off = Toleranzgrenzen :

  • cPSA-Wert  ≥ 3,2 ng/ml (ng = Nanogramm = milliardstel Gramm, ml = Milliliter = tausendstel Liter).
  • PSA-Ratio von cPSA / tPSA ≥ 0,75

 


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