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Gesetzlich krankenversicherte Männer haben ab dem 45. Lebensjahr Anspruch auf eine jährliche Untersuchung zur Prostatakrebs-Früherkennung.

 

Die Tastuntersuchung (DRU)

 

Zur Beurteilung der Prostata führt Ihr Arzt eine digitale rektale Untersuchung (DRU) durch. Die Prostata wird vom Enddarm (lateinisch: Rektum) mit dem Finger (lateinisch: Digitus) abgetastet. Da sich die Prostata unterhalb der Blase und direkt vor dem Rektum befindet, ist sie für eine Tastuntersuchung gut zugänglich.

Diese Untersuchung dauert nicht lange und ist in der Regel nicht schmerzhaft, wird aber von einigen Männern als unangenehm empfunden.

Dru

 

Beurteilt wird die Prostata hinsichtlich:

 

• Größe;

• Form;

• Abgrenzbarkeit;

• Druckschmerz;

• Konsistenz (Beschaffenheit);

• Knoten und Verhärtungen;

• Fluktuation (Flüssigkeitsbewegung);

 

 

© Takeda Pharma, Broschüre Prostatakrebs - viel häufiger als man denkt

 

Mit der Tastuntersuchung wird nur jeder dritte Tumor entdeckt. Wenn Ihr Arzt eine Auffälligkeit feststellt, muss in den nächsten Schritten abgeklärt werden, ob es sich um ein Karzinom handelt.

 

Die DRU ist schmerzlos und ungefährlich, letztlich aber auch unzureichend, denn Prostatakarzinome entstehen zu 25 bis 50 Prozent in einem nicht tastbaren Bereich der Prostata. Solche Karzinome können daher mit der DRU nicht erkannt werden. Nur etwa 30 bis 35 Prozent aller Prostatakarzinome werden durch eine Tastuntersuchung gefunden.

 

Wenn ein Tumor ertastet wird, ist es für eine auf Heilung abzielende Therapie in vielen Fällen zu spät. Tastbar sind nämlich nur größere und damit zumeist schon fortgeschrittene Tumore, die häufig bereits über die Prostata hinaus gewachsen sind und möglicherweise auch schon Metastasen (Tochtergeschwülste an anderer Stelle im Körper) gebildet haben.

 

Der transrektale Ultraschall (TRUS)

Trus S3

 

 

Ergänzend zur Tastuntersuchung kann eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Da ein TRUS nicht zuverlässiger Karzinome entdeckt als eine Tastuntersuchung, wird er nur als ergänzende Maßnahme empfohlen. Die Untersuchung kann dazu dienen, die Größe, Lage und Ausdehnung des Tumors genauer zu bestimmen.

Bei der Untersuchung wird der Ultraschallkopf in den Enddarm (Rektum) eingeführt. Durch Schallwellen werden Bilder der Prostata erzeugt. So lassen sich Veränderungen des Gewebes darstellen.

Diese Untersuchung kann als unangenehm empfunden werden.

 

© Leitlinienprogramm Onkologie, Patientenratgeber Prostatakrebs I

Trus Sonografie

© Prostatazentrum UK Münster Broschüre Prostatastanzbiopsie

 

Die Rolle der bildgebenden Verfahren bei der Prostatakrebs-Diagnostik

 

Sogenannte bildgebende Verfahren wie zum Beispiel Ultraschall, Computertomographie (CT), Positronenemissionstomografie (PET) oder Magnetresonanztomographie (MRT) spielen bei der Früherkennung von Prostatakrebs eine untergeordnete Rolle. Mit ihrer Hilfe lassen sich unter bestimmten Umständen zwar gewisse Veränderungen innerhalb der Prostata aufspüren, die Ursache dieser Veränderungen lässt sich jedoch nur vermuten. Insofern sind bildgebende Verfahren im Rahmen der Früherkennungsdiagnostik nur von Bedeutung, als sich mit ihnen verdächtige Areale der Prostata lokalisieren lassen, die dann gezielt biopsiert werden können

 

 


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